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Hier werden wir langsam aber stetig eine kleine Fotogalerie aufbauen.
Zur Einstimmung ein Zitat aus dem Buch "Briefe in die chinesische Vergangenheit" von Herbert Rosendorfer, das eine Zeitreise beschreibt, in der ein Chinese aus dem alten China das moderne
München besuchen darf: Sie haben keine Religion, sondern nur einen gemeinsamen Glauben; den Glauben, dass das NEUE immer das BESSERE ist!
  Zunächst stellen wir Ihnen die Dame vor, die unsere Ausstellungen so oft besucht, wie sonst niemand. Den Namen wollen wir hier nicht verraten. Aber kommen Sie doch vorbei, vielleicht verrät Sie Ihnen sogar ihre Adresse!
  In dieser wunderschönen Sitzgruppe sitzen an jedem Sonntag, wenn das Museum geöffnet hat, Freunde des Museums. Oder auch Freunde von Herrn Schroll. Sie sind alle nicht so attraktiv wie obige Dame - aber ohne sie gäbe es auch die Dame nicht.
  Ist der Hund nun echt oder nicht? Ich glaube, es ist Maxl - oder??
  Dieses Foto muss historisch gesehen am Anfang der Fotogalerie stehen. Es zeigt, wie es anfing: Da hat jemand herausgefunden, dass man beim Fummeln mit einer Drahtspitze auf einem Kristall (vorne querliegend) Töne aus dem Äther detektieren kann. Und fertig war der Kristalldetektorempfänger. Die Spule dient dazu, dass man nicht alle Sender auf einmal hört. So ein Radio kann aber nur einen Kopfhörer bedienen. Zum Verstärken bis zur Zimmerlautstärke braucht man Röhren. Auch ich habe 1961 mit einem Detektorempfänger meine ersten Empfangsversuche gemacht. Der Kristall war aber schon eine moderne Germaniumdiode.
  Natürlich geht nicht jeder Kristall! Da der Gleichrichter-Effekt, der hier wichtig ist, noch nicht erforscht war, konnte man stundenlang geduldig an jedem Kristall herumfummeln, um die beste Lautstärke zu finden. Und wenn dann die Nadel in der besten Position war und die Radiostationen aus dem Kopfhörer klangen - wehe der Ehefrau, die dann
beim Staubwischen dagegenstiess! Hier ein Kristallsortiment, wie es früher verkauft wurde.
  Es gab eine ganze Reihe von richtig grossen Batterien - so gross wie Zigarrenkisten - mit denen man die erforderliche hohe Spannung von 60 bis 160 Volt für den Betrieb von einigen - vor allem tragbaren - Röhrenradios hergestellt hat. Diese grossen Batterien starben so gegen 1970-1980 aus. In meinem Studium wurden sie noch 1975 in den Vorlesungen und Praktikas verwendet. Ob man da einen Schlag bekommt bei 120 Volt? Na klar! Mein Studienkollege sprang ganze 3 Meter weit!
  Es gibt heute noch diese Form der Batterie für 4,5 Volt. Dieses Exemplar hat auf der Rückseite die Morsezeichen abgebildet. Eine nette Anregung für Kinder, die damit Lichtmorsen üben konnten. Dass dabei die Batterie schnell leer werden k&oouml;nnte, war sicher auch ein Gedanke der Marketingabteilung von damals.
  Bewundern Sie das Farbenspiel dieses Grammofontrichters! Wieviel Euro müssten Sie bei den heutigen Lohn- und Lohnnebenkosten wohl dafür berappen?
  Erzählen Sie mal Ihren Enkeln, dass normale Menschen verzaubert vor diesem Grammofon sassen und den Stimmen aus dem Blechtrichter lauschten! Ach ja, das haben Sie schon probiert... Wenn Sie das Wort COOL gehört haben, bedeutet das Anerkennung oder auch etwas anderes. Denken Sie nicht weiter darüber nach und erfreuen Sie sich an den weiteren Bildern.
 
Auf diesem Bild ist ein uraltes Grammofon abgebildet, das noch mit den Wachswalzen wie zu Edisons Zeiten betrieben wird. Und es funktioniert noch bestens! Mit Originalwalzen!
  Ich bin zu jung um hier Auskunft geben zu können, ob eine Hochantenne beim damaligen Flirten ein Pluspunkt war.
  Kaum zu glauben im Zeichen des Transrapid, dass Siemens auch Plattenspieler baute! Aber es ist schon sehr sehr lange her. Ach nein, auf dem Chassis steht Schaub. Nur auf dem Tonarm steht Siemens. War der Tonarm damals ein Zulieferteil?
  TEFIFON - ein Gerät mit einem Band als Tonspeicher. Erfunden von Karl Daniel. Und zu Ende war die Idee mit dem Schallband erst 1965, als Neckermann die Firma aufkaufte. Der Sieg der Schallplatte war endgültig. Weiteres im Internet unter dem Stichwort "Tefifon".
  Das Magische Auge hat seinen Namen zu recht. Als Kind habe ich fasziniert auf dieses grüne Leuchten gestarrt. Einfach wunderbar.
  Der frühe Rundfunk war auf Langwelle und Mittelwelle. Dazu brauchte man lange Drähte, sogenannte Langdrahtantennen. Bei Gewitter ist es sinnvoll, die Antenne zu erden - und zwar mit diesem Schalter! Denn man kann bei Gewitter bereits ohne Blitzeinschlag zentimeterlange Funken aus einer Langdrahtantenne "ziehen". Das Ende des Radiogerätes wäre so vorprogrammiert.
  Opa, wo liegt eigentlich Beromünster?
  Lebendige Geschichte. Stalingrad im Rundfunkmuseum. Ein Kind machte uns auf diese Skala aufmerksam!
  Und dann fanden wir nach langem Suchen noch einmal Stalingrad. Was denken Sie, wenn Sie das lesen?
  Warum in Deutschland während des zweiten Weltkrieges Radios mit "Jerusalem" auf der Skala gebaut wurden, erfahren Sie in der Sonderausstellung "Radio Export".
  Heute heissen Sender "Galaxy", "Gong" oder "Charivari". Da kann sich dann jeder vorstellen, was er will. Damals gab es einen Sender "Eiffelturm". Was mag der wohl gesendet haben?
  Nach langem Suchen fand ich eine
Radioskala mit dem Sender "Alpen". Ok, wenn ich nachdenke, fällt mir ein, dass auch heute noch viele Sender nach Regionen benannt sind: Bayern 1, Bayern 2, Deutschlandradio, Radio Thüringen. Und hier sehen wir eben Radio "Alpen" und daneben Radio "Donau".
  In einer Musiktruhe von damals konnte man wenigstens ein paar Flaschen Whisky unterbringen! Probieren Sie das mal in einer heutigen Midi-Anlage! Da hat nicht einmal ein kleines Fläschchen Magenbitter Platz.
  Über Schönheit lässt es sich streiten. Auf jeden Fall hatte der Schreiner einiges zu tun, diese formschönen Füsse herzustellen.
  Das sieht ganz so aus wie ein Volksempfänger von hinten. Über die Magnete von damals in den Lautsprechern können wir heute nur noch lachen. Und trotzdem kommen bei diesem Gerät mehr Emotionen hoch als bei einer Netzwerkkarte für TCP/IP. Sie verstehen mich - oder?
  Wir haben keine Angst vor Computern. Wir verwenden Sie als didaktische Hilfsmittel. Insbesondere die Kinder finden das echt cool.
  Mein Arbeitskollege ist ein Fan von Braun-Geräten. Ich bin es nicht. Sie sind mir zu kalt. Aber die Technik der Braun-Geräte ist ok.
  Ich würde am liebsten die gesamte Technik vor mir ausgebreitet sehen, so wie hier. Und dann würde ich gerne auch noch sehen, wo die Elektronen fliessen. Das ist bei Röhren ja fast möglich. Zumindest sieht man die Spuren der Elektronen im Gas als blaues Leuchten oder auf der Anode, wenn sie mal glühen sollte. Hier ein offener Aufbau mit einer Röhre, die vom berühmten Erfinder Manfred von Ardenne signiert ist.
  Haben Sie noch eine Erinnerung an die ersten Flimmerkisten, wo ein verschneites zitterndes Bild in miserabelster Auflösung das Zentrum der abendlichen Kommunikation wurde? Wie sagte damals doch ein Politiker im Bundestag: Fernsehen jeden Abend ist unmöglich! Wir schaffen in Deutschland, maximal einen Abend mit Filmen zu füllen! Er hatte irgendwie recht - oder?
  Und hier unsere Volksmusikgruppe vom Museumsfest.
  Der Geschmack der Zeit prägte auch die Form und den Stil der Lautsprecher.
  Haben Sie schon mal einen Brunnenlautsprecher gesehen? Über den Klang legen wir respektvoll den Mantel des Schweigens.
  Hier ein weiteres Exemplar aus unserer Ausstellung.
  Und weil er so schön ist, noch ein Lautsprecher in besonderer Form.
 
Dieses ist der Nachbau einer Nipkowscheibe, sozusagen der erste Fernsehempfänger. Das Ölkännchen zeigt, dass hier bewegliche Teile regelmässig geschmiert werden mussten.
 
Max Grundig griff jedes Jahr tief in seine Tasche und beschenkte seine treuen Geschäftspartner mit geschmackvoll verzierten Blechdosen - natürlich mit Inhalt. Und der war - raten Sie mal, wir sind in Nürnberg - aus Lebkuchen.
 
Manchmal erreichen uns Dinge, die wir nur mit Hilfe befreundeter Experten entziffern können. Dieses hier ist mit ziemlicher Sicherheit eine Fotozelle, wie sie in den ersten Tagen des Fernsehens bei Aufnahmen nach dem Prinzip der Nipkowscheibe verwendet wurde. Aber ganz genau wissen wir es nicht.
 
Eine Farb-Fernsehkamera funktionierte so: Das Licht wird in 3 Grundfarben zerlegt, einzeln übertragen und dann am Empfänger wieder zusammengesetzt. Weil das Auge dabei mitmacht, funktioniert das sehr gut.
 
Im Jahr 2007 war die 850 Jahrfeier des Ortes Brunn. Dazu gab es einen schönen Sonderstempel von der Post. Das linke Gebäude beherbergt das Rundfunkmuseum.
 
Im Jahr 2007 war die 850 Jahrfeier des Ortes Brunn. Hier ein schönes Foto.
  Jetzt ist aber endgültig Schluss! Es gibt auch noch andere schöne Dinge auf der Welt ausser Radios!
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